Ein entspannter Start ist die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Wenn Ihr Tier zu mir kommt, darf es zunächst ankommen, die Umgebung erkunden und Vertrauen aufbauen. Dabei ist mir eine ruhige, stressfreie Atmosphäre besonders wichtig – denn Heilung kann nur ohne Zwang geschehen.
Während Ihr Tier sich orientiert, haben Sie die Möglichkeit, den Grund Ihres Kommens, sowie die bisherigen Beobachtungen und Probleme zu beschreiben. Mit Hilfe spielerischer Methoden schaue ich mir an, wie sich Ihr Tier bewegt und wo ich Einschränkungen und Schmerzen erkennen kann. Außerdem schaue ich mir das Gangbild ihres Tieres an und werde es abtasten.
Nachdem ich mir ein Gesamtbild gemacht habe, besprechen wir eine Behandlungsstrategie. Dazu gehören meine Therapiemöglichkeiten und die voraussichtliche Anzahl der Behandlungen.
Viele Symptome einer Erkrankung des Bewegungsapparates sind schleichend und nicht leicht zu erkennen. Denn Tiere versuchen instinktiv, ihre Schmerzen zu lindern. Haben sie etwa Probleme mit dem Kniegelenk, schonen sie instinktiv den schmerzenden Lauf. Das entlastet zwar die verletzte Gliedmaße, belastet die anderen dabei aber umso mehr. Dadurch wird das Bewegungsgleichgewicht gestört und es kann zu einer Überbelastung der anderen Gliedmaßen kommen. Dies kann wiederum z. B. zu Rücken- oder organischen Beschwerden führen.
Schmerzen können außerdem auch zu aggressivem Verhalten oder Überaktivität führen.