Strukturelle Osteopathie: ganzheitliche Unterstützung für Hunde und Katzen
Die strukturelle Osteopathie ist eine sanfte, ganzheitliche Behandlungsmethode, die darauf abzielt, Bewegung, Körperbalance und Gesundheit Ihres Tieres wiederherzustellen. Sie richtet den Fokus auf den gesamten Körper – von Gelenken, Muskeln und Faszien bis zu den inneren Organen und dem craniosacralen System. Die Kombination aus struktureller, viszeraler und craniosacraler Osteopathie ermöglicht eine umfassende Regulation des gesamten Organismus.
Verbindung von Struktur, Organen und Nervensystem
In der Osteopathie gilt der Grundsatz: Struktur und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden.
Das bedeutet, dass jede körperliche Spannung oder Fehlstellung nicht nur die Beweglichkeit beeinflussen kann, sondern auch die Funktionen innerer Organe und des Nervensystems. Eine Blockade in der Wirbelsäule kann etwa die Versorgung bestimmter Organe beeinträchtigen, während eine eingeschränkte Organbeweglichkeit wiederum Spannungen im Bewegungsapparat verursachen kann.
Durch gezielte osteopathische Techniken können diese Wechselwirkungen harmonisiert werden – für mehr Freiheit, Leichtigkeit und Wohlbefinden.
Das craniosacrale System: feine Balance vom Kopf bis zum Kreuzbein
Ein zentraler Bestandteil der strukturellen Osteopathie ist die Arbeit am craniosacralen System. Dieses System umfasst die Schädelknochen (Cranium), die Wirbelsäule, das Kreuzbein (Sacrum), die Hirn- und Rückenmarkshäute und den rhythmischen Fluss der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit.
Dieser feine, eigenständige Rhythmus beeinflusst das gesamte Nervensystem und damit auch die Körperfunktionen, die Organaktivität und das emotionale Gleichgewicht Ihres Tieres. Sanfte, craniosacrale Techniken können helfen, Spannungen in diesem System zu lösen, die u. a. durch Geburt, Unfälle, Stress oder chronische Belastungen entstehen können. Das Nervensystem kann sich regulieren und Ihr Tier kann zu einer tiefen, inneren Ruhe und Balance zurückfinden.
Wann empfehle ich eine osteopathische Behandlung?
- Bei Bewegungs- oder Koordinationsstörungen
- Nach Stürzen, Unfällen oder Operationen
- Bei Verdauungsbeschwerden oder organischen Funktionsstörungen
- Bei Verhaltensveränderungen oder erhöhter Sensibilität
- Nach Kastration, Trächtigkeit oder Geburt
- Bei älteren Tieren zur Erhaltung der Beweglichkeit
- Als präventive Maßnahme zur Gesunderhaltung und körperlichen Fitness